Fußreflexmassage

Eine gezielte Behandlung der Reflexzonen an den Füßen gehört heute zu den beliebtesten Heilverfahren der manuellen Therapien. Die Lehre der Reflexzonen geht davon aus, dass alle Organe unseres Körpers sowie die Wirbel des Rückgrats über Nervenbahnen mit genau umschriebenen Hautbezirken an den Fußsohlen in Verbindung stehen. Unsere Füße ähneln also einer Landkarte, auf der alle Organe abgebildet sind. Kennt man die Reflexzonen am Fuß und weiß, wie man sie richtig massiert, können dadurch verschiedene Leiden geheilt werden:
Ist die Funktion eines Organs oder Körperteils gestört, ist der entsprechende Punkt am Fuß besonders empfindlich. Der Therapeut kann dann die „Fußsohlen-Landkarte“ für gezielte, stimulierende Druckmassagen nutzen und dadurch quasi die Energieleitung des Körpers durchputzen. Dafür wird die belastete Zone wiederholt stimuliert, bis der Schmerz nachgelassen hat. Durch Druck auf diese Punkte wird der Fluss der Meridiane wieder aktiviert, was eine Aktivierung des zugehörigen Organs zur Folge hat. So kann die Lebensenergie über die Energieleitung wieder fließen, das entsprechende Organ wird mit neuer Energie versorgt und die Selbstheilung setzt ein. So können Spannungen gelöst und das ganzheitliche Wohlbefinden gesteigert werden, Energieblockaden im ganzen Körper lösen sich und Schmerzen und Beschwerden werden gelindert oder gar beseitigt. Es können durch die Fußreflexmassage Selbstheilungsprozesse in Gang gesetzt werden, die oft jahrelang blockiert waren.
Die Fußreflexzonenmassage wurde schon im alten Ägypten angewendet und ist heute noch in weiten Teilen Asiens verbreitet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie durch den amerikanischen Arzt William Fitzgerald weiterentwickelt und u.a. von Sr. Jubilata (Kloster Strahlfeld) perfektioniert. Sie praktizierte 30 Jahre in Afrika und behandelte wegen des dortigen Ärztemangels sämtliche Leiden durch die Massage. Heute gibt sie ihr umfangreiches Wissen in Seminaren an interessierte Schüler weiter. Außerdem hat sie ein spezielles Programm zur Behandlung von Hallux und Fersensporn entwickelt.
Zunächst werden durch das systematische Abtasten der einzelnen Reflexzonen die Problemstellen gesucht. Nicht selten werden dabei verdeckte überlagerte Schmerzen aufgespürt. Anschließend wird der zu behandelnde Punkt entweder mit den Fingern oder einem Stöckli gedrückt/gerubbelt. Der gewollte Schmerzreiz, der dabei entsteht, stimuliert im Gehirn spezielle Neuronen, die die Ausschüttung von Glückshormonen aktivieren. Diese wiederum regen die Selbstheilungsprozesse des Körpers an. Außerdem soll die Reflexzonen-Therapie den Lymphfluss fördern und damit den Abtransport von Giftstoffen aus dem Körper ankurbeln. Daher sollte begleitend viel Wasser getrunken werden, um die Ausleitung zu unterstützen. Eine Fußreflexzonenmassage dauert in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten und sollte ein bis zwei Mal pro Woche durchgeführt werden, je nach Beschwerdebild kann die Behandlung aber variieren. Wie alles im Leben ist eine gewisse Regelmäßigkeit Grundvoraussetzung für eine stabile Gesundheit, deshalb ist es auch bei der Fußreflexzonenmassage wichtig, eine regelmäßige Anwendung durchzuführen. Behandeln lassen sich mit der Fußreflexzonen-Massage zahlreiche Alltagsleiden, z. B. Stoffwechsel- und Schlafstörungen, Rheuma und Hautleiden. Auch bei Herz-Kreislauf-Problemen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Erschöpfungszuständen, Blasen- oder Nierenstörungen sowie Beschwerden des Bewegungsapparates wird die Methode angewandt. Zudem wirkt die Fußreflexzonenmassage auch schmerzlindernd und kann gegen chronischen Schmerzen, wie z.B. Knie Arthrose helfen. Auch bei der Behandlung von ängstlichen und unruhigen Patienten, bei Krebspatienten oder auch bei Patienten mit Erkrankungen des peripheren Nervensystems zeigt die Behandlung Erfolge, da eine Regeneration der Nerven angeregt werden kann. Schmerzlinderung konnte auch bei Nackenschmerzen und Schulterverspannungen beobachtet werden, die wiederum Ursache von Migräne sein können.
Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte über die wohltuende Wirkung von der Massage. Reaktionen auf die Behandlung sind übrigens erwünscht. Die häufigsten sind Schwitzen und Juckreiz. Auch Blase und Darm können sehr rege werden, Gesichtsfarbe und Pulsschlag sich verändern. All diese Begleiterscheinungen zeigen jedoch, dass die Therapie wie gewünscht anschlägt. Nebenwirkungen bei der Fußreflexzonenmassage wurden bislang kaum beobachtet.
Die Fußreflexzonenmassage dient als unterstützende Maßnahme vor allem bei:

Schmerzbehandlung

Erkrankungen des Skeletts oder der Muskulatur

Sportverletzungen

Chronisch verstopfte Nase

Migräne

Kopfschmerzen

Menstruationsbeschwerden

Allergien

Schlafstörungen

Depression

Verdauungsprobleme, Luft im Bauch und Bauchschmerzen sowie Krämpfe

Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden

Schmerzlinderung auch bei chronischen Schmerzen

Bürokrankheiten, Nackenverspannung, Schulterschmerzen etc.

Erschöpfungszustände

Stress

Zur Verbesserung der Durchblutung im Zielorgan und im gesamten Körper

Zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte im Körper und für spürbar leichtere Füße

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