Bewusstsein schenkt Heilung

„Schulterschmerzen? Da ist eine Entzündung im Gelenk. Da kann man nichts machen, außer Ibuprofen zu nehmen. Wenns nicht besser wird, kommen Sie in einer Woche wieder.“ Die Schmerzen gingen weg. Und kamen regelmäßig in extremen Stresssituationen wieder.

„Ohne künstliche Befruchtung werden Sie nicht in der Lage sein, ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen.“ Mein Sohn ist jetzt 3 Jahre alt. Putzmunter und gesund. Ich hatte mich damals gegen die künstliche Befruchtung entschieden. Er kam auf ganz natürliche Weise in unser Leben.

„Für Ihre diffusen Schmerzen gibt es keine organische Ursache. Ich verschreibe Ihnen Opiate.“

„Das Ohr ist ausgeheilt. Vielleicht verschafft ein Veröden der Nasenäderchen Linderung der Ohrenschmerzen.“

Diese Liste kann beliebig ergänzt werden…Mittlerweile habe ich gelernt 1.) den Ärzten nicht alles zu glauben und 2.) hinter die Krankheit zu schauen und nach einer seelischen Ursache zu suchen. Meistens gibt es einen solchen Auslöser. Wenn dieser gefunden und angeschaut werden kann, verschwinden oft die Symptome mit ganz sanfter Unterstützung wie von selbst. Und kommen auch nicht wieder. Das ist der Grund, warum die casa cervinka geboren wurde. Hier gibt es einen Raum, in dem der Mensch seine ganze Geschichte erzählen darf. In dem der Schmerz als Sprache des Körpers verstanden wird und mit sanften und natürlichen Methoden Körper und Seele wieder in Harmonie gebracht werden. Denn Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit und Heilung ist mehr als das Ausblenden der Symptome.

Bewusstsein schenkt Heilung und Heilung schenkt Leben.

Bee yourself

casa cervinka

Das eiserne Herz

„Heinrich, Heinrich der Wagen bricht!“

„Nein, Herr, es ist der Wagen nicht,

es ist ein Band von meinem Herzen,

das da lag in großen Schmerzen.“

Der Froschkönig, Gebrüder Grimm

Wer kennt es nicht, das Gefühl, wenn dir das Herz zerbricht? Wenn es so schmerzt, dass du kaum mehr atmen kannst? Doch irgendwie geht dann das Leben weiter. Wenn man nicht mehr hinguckt, tut es nicht mehr so weh. „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, heißt es oft. Also irgendwie erlernt man die eine oder andere Verdrängungstaktik, um nicht mehr fühlen zu müssen, nicht mehr hinschauen zu müssen und sich erst recht nicht mehr mit dem Thema beschäftigen zu müssen. Gleichzeitig schwört man sich „das passiert mir nie wieder“ und man zieht eine Mauer um sein Herz, vielleicht anfangs noch mit ein paar kleinen Löchern, aber bald werden die auch geschlossen, um sich vor weiteren Verletzungen zu schützen. Im Laufe der Jahre wird aus der Mauer ein Panzer, fest, undurchdringlich und unbeweglich. „Funktioniert ganz gut“, sagt der Verstand, für den dieses Vorgehen völlig verständlich ist. „Aber ich kann nicht mehr atmen“, sagt das Herz. Es muss sich bewegen, es muss schlagen, es muss jede Zelle des Körpers mit Blut versorgen. Wie soll es diese Aufgabe erfüllen, wenn wir es einsperren hinter einer so dicken Mauer? Das Blut wird dick und langsam, unser Körper auch, und das Gemüt stumpf und träge. Aus diesem Herzpanzer entsteht ein Gemütspanzer, nichts kann uns mehr so richtig bewegen, ist ja es alles egal…Und was passiert, wenn einem alles egal ist? Meistens tuts dann einen viel größeren Schlag als den ersten, einen, der unsere sorgfältig aufgebaute Grundfeste zutiefst erschüttert, so dass wir reagieren müssen, sodass es jetzt plötzlich nicht mehr egal ist. Nicht mehr egal sein kann. Und jetzt dürfen wir wieder neu entscheiden. Stellen wir uns diesmal dem Schmerz? Tauchen wir hinab bis auf den Grund des tiefen, dunklen Sees, um diese ungesehenen, ungeliebten Anteile ein für alle mal zu erlösen, um sie zu ergründen und liebevoll in die Arme zu nehmen? Entwickeln wir die Kraft und Stärke, den Schmerz auszuhalten, standzuhalten, diesmal nicht wegzulaufen? Dann bergen wir aus der tiefsten Tiefe unseres Seins einen Schatz, der so unermesslich groß ist, uns strahlen und glänzen lässt und alle Mauern und Panzer unnütz sein lässt. Oder benutzen wir das gleiche Muster wie beim ersten Mal, ziehen wir die Mauern noch höher, machen den Panzer noch dicker, werden wir noch unbeweglicher bis unser Körper den Seelenschmerz in ganz reale Krankheitszeichen manifestiert, wir zu den Ärzten laufen, die uns Pillen verkaufen, die doch nichts bringen außer uns noch kränker werden zu lassen…Du hast die Wahl, wir alle haben die Wahl aus Angst vor dem Schmerz vor uns selbst wegzulaufen oder in uns die Kraft zu entdecken, mit der wir uns sogar der größten Angst stellen können.

Entscheidest du dich dafür, zu kämpfen, dich deiner Selbst zu stellen und dein kleines Ego zu überwinden, bist du in diesem Kampf nicht alleine. Du musst dich nur umsehen und wirst sofort viele kleine oder auch größere Helfer entdecken. Mir ist dieses Jahr das Johanniskraut besonders aufgefallen. Es blüht überall in der Natur in einer Pracht, die uns sagen möchte: „Nimm mich mit, ich helfe dir, dein inneres Licht zum leuchten zu bringen.“ In der Tat soll das Johanniskraut stimmungsaufhellend wirken und kann als Öl oder Tee innerlich und äußerlich angewandt werden. Auch sonst gibt es mehr und mehr Räume, um sich dem Schmerz vorsichtig zu nähern, um aufgefangen und gehalten zu werden, wenn man ihn nicht mehr selbst tragen kann. Sanfte Energie- und Streichmassagen können die wunden Stellen lindern, können uns die Kraft schenken, die starren Panzer aufzubrechen und wieder mit Leben zu füllen. Hier herrscht soviel Ruhe, dass der Körper zu uns sprechen darf, dass wir seine Stimme hören und verstehen können, was er uns mitteilen möchte. Um danach in die wirkliche und ganzheitliche Heilung gehen zu können.

Also trau dich, Menschenkind, sanft zu sein, verletzlich zu sein, heil zu werden und dein Herz mit Liebe zu nähren. Namasté.

Lineare und zyklische Bewegung oder mit kreativem Nicht-Wollen ans Ziel

Kennst du das? Du willst dir eigentlich nur einen Kaffee kochen und bevor die Kaffeemaschine läuft, hast du erstmal die halbe Wohnung aufgeräumt…
Mir passiert das, wenn ich den Kopf ausschalte und einfach vor mich hin fließe. Dabei kommen oft erstaunlich effektiv Ergebnisse zustande. Allerdings ist dieser Zustand nicht hilfreich, wenn man nur eben mal schnell ans Ziel kommen will. Da ist dann die lineare Vorgehensweise tatsächlich besser, hier ist A, da ist B und ich bewege mich auf direktem Weg und ohne Ablenkung dorthin. Der erste Zustand eignet sich hervorragend, wenn ich ein übergeordnetes Ziel habe, beispielsweise „ich möchte die Küche aufräumen „. Dann fließe ich durch meine Küche, mühelos und anstrengungsfrei, für den Außenstehenden völlig chaotisch und unorganisiert und doch folgt der Flow einer wunderschönen Choreographie, einem Tanz quasi, der irgendwo tief in mir seinen Ursprung hat und einer ungehörten Melodie folgt, die ihren ganz eigenen Rhythmus besitzt. Leider wird dieser intuitiven und meditativen Vorgehensweise in unserer heutigen Gesellschaft nicht viel Raum gelassen, möglicherweise weil sie fälschlicherweise uneffektiv erscheint und völlig unkontrollierbar ist. Oft wird eher Frauen das zyklische Vorgehen nachgesagt, Männern eher das direkte, was an der Qualität der männlichen und weiblichen Energie liegt (was jetzt tatsächlich nichts mit Männern und Frauen zu tun hat ). Das in nahezu allen alten Kulturen bekannte YinYang-Prinzip beschreibt genau diese Energien: Yin, das aktive, geradlinige, zielgerichtete, Yang, das nach innen gerichtete, fließende, intuitive. Beides ist gleich wertig, gleich wichtig, beides in Harmonie bringt das Gleichgewicht. Vielleicht bringt es die aktuelle Zeitqualität mit sich, dass wir alle wieder mehr „in Fluss“ kommen. Raus aus der Kopflastigkeit, rein ins aus dem Bauch heraus handeln. Ich wünsche dir, dass du deinen Flow findest.
Namaste

Die Schwere abgeben

Laut aerodynamischen Gesetzen kann eine Hummel nicht fliegen. Heißt es. Gut, dass die Hummel davon nichts weiß. Was wär der Frühling ohne das Gebrumm dieser putzigen Geschöpfe, die genauso fleißig Blüten bestäuben wie die Bienen und nicht mal einen Stachel besitzen? Woran kann uns die Hummel erinnern?
Gib deine Schwere ab. Nimm das Leben nicht so ernst. Nimm dich nicht so ernst. Spiele, lache, genieße. FLIEGE. Heb einfach ab, schwing dich in die Luft und lass dich vertrauensvoll tragen. Die Luft trägt dich, stützt dich, hält dich, auch wenn du sie nicht sehen kannst, nicht spüren kannst. Sie umgibt dich. Immer und überall. Lass dich fallen, lass los. Übergib der Luft deine Sorgen, erzähl sie dem Wind und dann breite deine Flügel aus und besuche die bunten Blumen. Egal wer du bist, egal wie du aussiehst, ob du pummelig bist oder knochig, du bist nicht dein Körper. Dein Körper ist ein Instrument deiner Seele und auch Ausdruck deiner Seele. Sorge gut für ihn, er ist der Tempel deiner Seele. Aber sorge dich nicht wegen ihm. Nimm seine Signale wahr, wenn er über Schmerzen zu dir spricht, nimm ihn ernst und kümmere dich darum aber lass dich durch ihn nicht bekümmern. Sei leicht, nimm dich leicht. Ein Atom besteht zu 97% aus Nichts: ein Kern, um den ein winzig kleines Teilchen kreist. Wir bestehen aus diesen Atomen, alles Materielle besteht daraus. Jeder vermeindlich feste Körper. Was heißt das? Sind wir nicht alle eigentlich nichts? Eine Illusion, weil unser Auge nur zu langsam ist, das unendlich schnell fliegende Elektron wahrzunehmen und deswegen meint, eine stabile Hülle zu sehen? Was wäre, wenn ich tatsächlich nichts wäre? Luft mit ein bisschen was drin, ein paar Verunreinigungen quasi. Vielleicht wäre ich dann so leicht, dass ich fliegen könnte…

Das große Clean up

Geht es dir auch so? Überall siehst du den Müll. Das Chaos. Das Missmanagement. Das, was nicht passt. Und mit überall meine ich ÜBERALL. Überall zeigen sich die Wunden, die Risse, das Übermalte, das, was wir die ganze Zeit vor uns her geschoben haben. Es brüllt und schreit und tanzt auf und nieder und lässt dir keine andere Wahl mehr als endlich hinzusehen. Und aufzuräumen. Wirklich aufzuräumen. Nicht nur mal eben in die Ecken schieben oder golden anstreichen, damit es wieder hübsch aussieht. Nein, hier ist wirklich Arbeit angesagt. Jedes Teil will angeschaut und geprüft werden: Hat es noch Platz in meinem Leben? Ist es noch nützlich? Hilfreich? Sinnvoll? Dient es mir und meiner Aufgabe? Wenn nicht, lass es ziehen, schick es auf die Reise, vielleicht möchte es einem nächsten dienen. Heute hatte ich wirklich interessante Begegnungen auf dem Recyclinghof: Unser Müll hat dankbare Abnehmer gefunden. Und damit meine ich nicht die Container, in die er eigentlich wandern sollte, nein, zweimal wurde ich angesprochen, ob jemand das, was ich wegschmeißen wollte, doch haben könne… Ich frage mich bei solchen Vorkommnissen immer, was mir der Moment zeigen möchte. Wie im Großen so im Kleinen, wie Oben so unten… Mein Müll hat für jemand anderen einen Nutzen, das was mir nicht mehr dient, ist für jemand anderen wertvoll. Das heißt nicht, dass jemand besser oder schlechter wäre als der andere, er hat einfach nur eine andere Sicht auf die Dinge als ich. Andere Dinge haben bei jemand anderem einen anderen Stellenwert, derjenige steht an einem anderen Punkt im Leben als ich und kann mit Dingen, die mir wertlos erscheinen, gerade was richtig tolles anfangen. Das ist doch bemerkenswert…Lassen wir die ganze Wertung weg und unterscheiden nur in dienlich oder nicht dienlich kann aus Müll plötzlich Gold werden. Übertragen auf den Alltag kann etwas aus einem anderen Blickwinkel plötzlich ganz anders aussehen. Da lohnt es sich vielleicht doch, einfach mal Kopf zu stehen…

Der Tanz auf dem Seil

Das Pendel schlägt aus. Maximal. Unerbittlich. Und oft genug schlägt es auch dich. Es zeigt dir alles, was du nicht sehen willst. Das Zuviel und das Zuwenig. Vor allem das Zuwenig. Zuwenig Zeit für zuviel Arbeit, zuwenig Kraft für all die Aufgaben, die im Augenblick bewältigt werden wollen. Was du leistet, genügt nicht. Niemandem in deinem Umfeld und dir selbst erst Recht nicht. Und das Schicksal gibt noch seinen Senf dazu. Fällt oft genug lachend vom Hocker, wenn du ihm von deinen Plänen erzählst. Kommt dir das bekannt vor? Willkommen in der aktuellen Zeitqualität. Alles, was nicht zu 100% zu dir gehört, wird aus deinem Leben gestrichen. Jeder einzelne Bereich deines Alltags will hinterfragt werden: Dient mir das Programm, das ich gerade abspiele? Wenn nicht, wird es gelöscht. Unachtsamkeit zählt nicht mehr, Unbewusstheit zollt sofort ihren Tribut. Es ist ermüdend, zermürbend. Wo soll das Ganze denn noch hinführen? Haben wir nicht schon genug geheilt, transformiert, ins Licht geschickt…? Es fühlt sich schon ganz wund an, auf allen Ebenen, körperlich, seelisch, emotional. Und soll ich dir was verraten? Die Sterne sprechen davon, dass das hier erst der Anfang ist. Das Vorspiel gewissermaßen. Saturn und Pluto liefern sich ein Stelldichein: Saturn, der weise, strenge Lehrer, das Althergebrachte, die Regeln und Strukturen, läuft geradewegs Pluto in die Arme. Pluto, der unerbittlich alle Grenzen sprengt, uns die höchsten Höhen und tiefsten Tiefen zeigt. Zur Zeit sind sie beide noch rückläufig, was es natürlich nicht einfacher macht, sondern genau das oben Beschriebene initiiert, den ganzen Müll in uns an die Oberfläche spült, bis wir den beißenden Gestank nicht mehr ignorieren können und hinsehen müssen. Da hilft auch keine goldene Farbe mehr, um den Dreck hübsch anzumalen, er will einfach gesehen und aufgeräumt werden, jetzt sofort. Und so wie es aussieht, ist das nur die Vorbereitung auf das, was kommt, wenn sich die beiden ab Mitte September wieder beginnen, sich aufeinander zu zu bewegen, um im Januar dann gradgenau aufeinander zu prallen. Wobei die Konstellationen der großen Planeten schon ab 5 Grad Unterschied in voller Kraft wirken, was bereits Ende Oktober der Fall sein wird… Fröhliche Aussichten, nicht wahr? Eigentlich bin ich ja kein Schwarzseher, und auch in diesem Fall sollen diese stockfinsteren Aussichten nicht dein Gemüt verdunkeln. Denn das, was nach dieser kräftezehrenden Zeit übrig bleibt, wirst DU sein. Authentisch, rein, geläutert. Du wirst wissen, wer du bist und was du willst. Du wirst wissen, wo dein Platz ist in dieser Welt, was zu dir gehört und was nicht. Du wirst aufrecht und aufrichtig zu dir stehen, unerschütterlich und unzerbrechlich und doch weich und sanft und voller Liebe und Mitgefühl, weil du alle Tiefen, die es zu umschiffen gilt, gemeistert hast. Aus deiner eigenen Kraft heraus, ohne dass dir jemand sagen konnte, was du zu tun hast. Und bis dahin…schaukeln wir einfach zwischen den pendelnden Kräften hin und her, spüren die Intensivität dieser Zeit, fangen dadurch an, uns selbst wieder zu spüren und verlieren NIE die Gewissheit, dass irgendwann am Ende alles gut ist. Denn wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

Neumond im Löwen

Spürt ihr sie auch schon so stark, die Kraft der neuen Mondin? Am 1. August erst ist der Neumond exakt, aber mich scheinen die Themen schon heute so laut zu rufen, dass ich nicht mehr weghören kann. Selbst dieser Artikel ist ein deutliches Zeichen dafür: es ist das erste Mal, dass ich die Sprache des Himmels öffentlich analysiere und deute…

Die Mondin, im Allgemeinen steht sie für die verborgenen Sehnsüchte in uns, für Träume, Wünsche und Gefühle, versteckt an Neumond ihr Licht, stirbt quasi und wird wieder neu geboren (meiner Meinung nach am 3. Tag, ich kann aber gerade keinen Beleg dafür finden – wenn es tatsächlich so ist, sollte das einigen bekannt vorkommen, oder? Hinweise und Links gerne in die Kommentare 😉 ) Das Sternzeichen Löwe dagegen lässt uns Größe zeigen, macht extrovertiert und liebt das Rampenlicht. Und genau hier zeigt sich das Thema, über das uns der kommende Neumond nachdenken lässt: Welche Sehnsüchte, Wünsche und Träume dürfen jetzt aus der Dunkelheit aufsteigen, wollen gesehen und gelebt werden, wollen strahlen, ja sogar brüllen? Als Vorbereitung darauf hatte ich viel damit zu tun, meine eigenen Grenzen zu erkennen, zu respektieren und zu verteidigen (der rückläufige Merkur lässt grüßen, der übrigens auch aus dem Löwen zurück in den Krebs gewandert ist). Auch hier zeigt sich ganz eindeutig: Merkur, der Planet der Kommunikation, des Intellekts und der Taktik, zieht sich aus dem Löwen zurück in den Krebs, der genauso wie der Mond für Gefühle und unsere innere Welt steht und fast exakt zum Neumond wieder direktläufig wird. Wir wurden ausgebremst in unserer Extrovertiertheit, zurückgeführt in unser Innerstes, um die Prioritäten neu zu ordnen, uns neu auszurichten und mit dem August in dieser neuen Klarheit wieder ins Rampenlicht zu treten. Und – by the way- auch der Jupiter, der seit April rückläufig war, wird ab Mitte August wieder vorwärts marschieren. Heißt für uns, in dieser neu gelebten Klarheit, die wir jetzt ans Tageslicht bringen dürfen, warten ungeahnte Schätze auf uns. Wie schön ist das denn??

Und wenn du jetzt noch genau wissen willst, in welchen Lebensbereichen sich dieses wunderschöne Himmelsszenario für dich ganz speziell abspielt, darfst du mir gerne eine Nachricht da lassen, dann erstelle ich dein individuelles Horoskop und wir lauschen gemeinsam, was die Sterne für dich flüstern…

Bewusst die Zeit wahrnehmen

Wann hast du dir zuletzt bewusst Zeit nehmen können für etwas? Zeit…heutzutage ein Luxusgut. Alles will sofort erledigt werden, das Baby will JETZT essen, trinken, auf den Arm, der Chef will JETZT die Unterlagen bearbeitet haben, das Medikament muss SOFORT wirken, die Nachricht will verlangt auf der Stelle eine Antwort. Alles muss jetzt und gleich geschehen…

Doch der alten Eiche ist die Zeit egal. Sie wächst einfach vor sich hin und wird im Laufe der Zeit zu diesem stattlichen Baum, der alles andere überragt. Auch dem Mond ist die Zeit egal, ihm ist egal, ob die Sonne schon aufgegangen ist, er geht nicht um Punkt acht ins Bett. Er bleibt einfach auf und schaut sich vergnügt die Menschen an, die ihrem Alltag hinterher hetzen. Vielleicht kannst du den Dingen heute mal bewusst ihren Raum lassen. Manches braucht Zeit, um sich entwickeln zu können. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Und eigentlich kommt sowieso alles zur rechten Zeit. Das hat dann wiederum mit Vertrauen zu tun. Selbst-vertrauen, um genau zu sein. Aber der Artikel braucht noch Zeit…

Weihnachten-Adventszeit-Stadezeit-Isa

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isa

Ich wünsche allen meinen Lesern einen wunderschönen ersten Advent. Die Weihnachtszeit ist offiziell eröffnet, die Vorbereitungen für eines der wichtigsten Feste im Jahreskreis beginnt. Wie geht es dir in dieser Zeit? Ist sie so besinnlich und friedvoll wie sie gedacht ist? Oder unterliegst du auch diesem Shopzilla-Wahn? Für mich ist es gerade wirklich herausfordernd. Auf meiner Lieblings-Sozial-Media-Plattform überschlagen sich die wohlgemeinten Werbeposts, jeder strickt einen Adventskalender mit inspirierenden Sätzen (das ist ja noch richtig schön), täglich neuen Angeboten oder Kaufaufforderungen. Von der Werbung im Fernsehen oder in den Prospekten ganz zu schweigen. Alles wird angeboten, die perfekten Klamotten fürs Fest, das perfekte Essen fürs Fest mit den perfekten Rezepten fürs Fest und natürlich die perfekten Geschenke fürs Fest. Kaufe, Mensch, kaufe, alles reduziert, alles günstiger, damit du auch ja perfekt vorbereitet bist, wenn der Weihnachtsmann klingelt und dich fragt, was hast du eigentlich die letzten vier Wochen getrieben…Moment. Was bedeutet nochmal „stade Zeit“? Schaut man in den Online-Duden steht da was von still und ruhig. Frage ich meine Runen, was sie mir dazu sagen wollen, zeigt sich Isa. Auch sie fordert eine Zeit der Ruhe, des Stillstandes, der Bewegungslosigkeit. Die Menschen zogen sich aus dem Außen zurück in die Wärme der Häuser, widmeten sich der Stille, des Schweigens. Auch die  Natur erstarrte, der stete Wandel hielt inne, um neue Kräfte zu sammeln und sich nach langer Aktivität eine Weile zu regenerieren. Und da kommen wir zum springenden Punkt: Was passiert, wenn wir diese Zeit der Stille, der Regeneration übergehen und genau jetzt zu Höchstformen in sämtlichen Lebensbereichen auflaufen? Wo bleibt die tiefe, regenerierende Kraft, die uns verschnaufen lässt, unsere Aufmerksamkeit von der Hektik äußerer Ereignisse abzieht und auf das Innerste lenkt? Kann sie uns erreichen? Kann sie in uns wirken? Oder wirkt sie vielleicht gerade dann? „Nutze Isa, wenn du Klarheit und Stabilität brauchst, sowie bei Identitätsproblemen. Wenn du dich leicht beeinflussen lässt, zuviel an dich heranlässt, was nichts mit dir selbst zu tun hat. Isa hilft, sich abzugrenzen und Bezugspunkte im Leben zu finden.“ So empfiehlt es mir der Abschnitt „Anwendung“. Und genau das werde ich jetzt tun, ich werde sie als Kraftamulett bei mir tragen, um mich daran zu erinnern, was uns diese besondere Zeit im Jahr zeigen will. Isa, ein Strich, eine gerade Linie, sie wurde nie verändert, sie kann nicht gedreht werden, sie konzentriert sich aufs Wesentliche. Eine Linie, die Himmel und Erde verbindet, um Klarheit zu erlangen. Also ab mit dem Glühwein auf die Couch, Füße hoch, Buch in die Hand und einfach mal abschalten vom ganzen Weihnachtsstress. Oder ab auf meine wohlig warm beheizte Liege, um eine traumhaft entspannende Massage zu genießen und Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Ein wenig Werbung wird ja noch erlaubt sein 😉

Salutogenese- oder: Wenn dein Körper mit dir spricht

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Zwickts im Rücken? Oder läuft die Nase? Tun die Knie weh oder steht das Blut unter Druck? Es gibt einen gesundheitlichen Ansatz, der diese Krankheitssymptome als Botschaft unseres Körpers interpretiert. Vielleicht hast du schon mal von Louise Hay gehört, von ihr gibt es beispielsweise ein kleines Buch, in dem sie solche Botschaften entschlüsselt und auch gleich die entsprechende Heilungsaffirmation anbietet. Allerdings…wenn wir lernen, wieder auf den Körper zu hören, braucht es kein Hochschulstudium, um die Nachrichten zu entschlüsseln. Gesundheit ist kein von außen beeinflussbares Gut. Vielmehr hängt es damit zusammen, ob Fühlen, Denken und Handeln im Einklang miteinander funktionieren. Wenn wir bei unseren Beispielen von oben bleiben wollen, sollte ich mich fragen,  wo im Leben ich zu schwer trage. Was ich nicht mehr riechen mag. Welcher Weg nicht mehr gangbar erscheint (oder noch nicht?) oder wo ich vielleicht mal Dampf ablassen muss. Wir alle sind so erzogen worden, Signale des Körpers zu überhören. „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, „stell dich nicht so an“, „Jungs heulen nicht“, „Wenn du denkst, dass du nicht mehr kannst, kommst du nochmal so weit“…wer kennt diese wohlgemeinten Rat-schläge (jeder Ratschlag ist auch ein SCHLAG) nicht? So hören wir auf hinzuspüren, hinzuhören, was uns der Körper zu sagen hat und verlieren die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung. Wir legen uns eine dicke Haut zu, bis daraus ein starrer Panzer wird (Übergewicht?) und Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht geraten. Schon der englische Arzt Edward Bach (Erfinder der Bachblütentherapie) erkannte, dass „geistige Irrtümer dazu führen, dass sich die Seele eines Menschen aus ihrer Verbundenheit mit dem großen Ganzen entferne und sich dadurch im Körper, also auf der materiellen Ebene des Seins, seelische und physische Krankheiten maifestieren könnten“. Oder auf deutsch: Krankheit entsteht, wenn wir uns von unserer eigenen Stimmigkeit entfernen. Fühlen wir uns aufgehoben in unserer Welt, verbunden, bestenfalls sogar geführt und beschützt, und handeln wir auch im Einklang damit, ist Gesundheit die logische Konsequenz. Also was heißt das jetzt genau? Das heißt vor allen Dingen, dass wir selbst verantwortlich sind dafür, wie es uns geht: Zuerst muss ich mir eingestehen, dass etwas in meinem Leben nicht so läuft, wie ich mir das wünsche. Und die Entscheidung treffen, das ändern zu wollen. Dazu gehört Mut. Der Mut wieder genau hinzuschauen, wo ich Baustellen habe, vor denen ich jahrelang die Augen verschlossen habe. Dann braucht es Eigenverantwortung. Denn niemand anders ist für diese Baustellen verantwortlich als ich selbst. Da hat keine schwere Kindheit dran schuld, kein Außenseitertum in der Schule und auch kein Mobbing im Job. Sondern ich selbst. Und nur ich selbst kann diesen Zustand wieder ändern. Dazu braucht es dann Ehrlichkeit: Wo im Leben gehe ich Kompromisse ein, vielleicht des lieben Friedens willen, die aber eigentlich nicht tragbar sind für mich? Wo habe ich mich so weit von meinen Wünschen, Zielen, ja sogar Grundsätzen für mein Leben entfernt, dass ich die Verbindung zu meinen Gefühlen kappen musste? Um Schmerz und Kummer nicht fühlen zu müssen, um nicht jemand anderen zu verletzen oder oder? Die Liste ist lang und individuell. Und ist dieser Schritt geschafft, kann die eigentliche Heilung beginnen. Der Schmerz darf angenommen, gefühlt werden, der Prozess der Selbsterkenntnis setzt ein und eine Reise zu sich selbst beginnt. Wir müssen also wieder lernen, zu fühlen, die Botschaften des Körpers wahrzunehmen, uns selbst wieder wahrzunehmen und dafür einzustehen. Respekt für sich und andere zu haben, und das Handeln wieder in Übereinstimmung zu bringen mit dem, was mir guttut. Wahrnehmen und Fühlen sind also ein ständiger und sich selbst fördernder Kreislauf. Fühle, wie es dir geht. Ändere deine Handlung. Nimm wahr, was sich verändert und wie sich die Veränderung anfühlt. Und beginne wieder von vorne. Sei dabei geduldig und rücksichtsvoll mit dir selbst, respektvoll und liebevoll und komm so wieder mit dir selbst in Kontakt. Frage dich selbst, was es braucht, damit es dir gutgeht. Und handele danach. Dann führt dich dein Weg zwangsläufig zu Gesundheit, Gelassenheit, Selbsterkenntnis und letztendlich in eine bessere Welt.