Der Tanz auf dem Seil

Das Pendel schlägt aus. Maximal. Unerbittlich. Und oft genug schlägt es auch dich. Es zeigt dir alles, was du nicht sehen willst. Das Zuviel und das Zuwenig. Vor allem das Zuwenig. Zuwenig Zeit für zuviel Arbeit, zuwenig Kraft für all die Aufgaben, die im Augenblick bewältigt werden wollen. Was du leistet, genügt nicht. Niemandem in deinem Umfeld und dir selbst erst Recht nicht. Und das Schicksal gibt noch seinen Senf dazu. Fällt oft genug lachend vom Hocker, wenn du ihm von deinen Plänen erzählst. Kommt dir das bekannt vor? Willkommen in der aktuellen Zeitqualität. Alles, was nicht zu 100% zu dir gehört, wird aus deinem Leben gestrichen. Jeder einzelne Bereich deines Alltags will hinterfragt werden: Dient mir das Programm, das ich gerade abspiele? Wenn nicht, wird es gelöscht. Unachtsamkeit zählt nicht mehr, Unbewusstheit zollt sofort ihren Tribut. Es ist ermüdend, zermürbend. Wo soll das Ganze denn noch hinführen? Haben wir nicht schon genug geheilt, transformiert, ins Licht geschickt…? Es fühlt sich schon ganz wund an, auf allen Ebenen, körperlich, seelisch, emotional. Und soll ich dir was verraten? Die Sterne sprechen davon, dass das hier erst der Anfang ist. Das Vorspiel gewissermaßen. Saturn und Pluto liefern sich ein Stelldichein: Saturn, der weise, strenge Lehrer, das Althergebrachte, die Regeln und Strukturen, läuft geradewegs Pluto in die Arme. Pluto, der unerbittlich alle Grenzen sprengt, uns die höchsten Höhen und tiefsten Tiefen zeigt. Zur Zeit sind sie beide noch rückläufig, was es natürlich nicht einfacher macht, sondern genau das oben Beschriebene initiiert, den ganzen Müll in uns an die Oberfläche spült, bis wir den beißenden Gestank nicht mehr ignorieren können und hinsehen müssen. Da hilft auch keine goldene Farbe mehr, um den Dreck hübsch anzumalen, er will einfach gesehen und aufgeräumt werden, jetzt sofort. Und so wie es aussieht, ist das nur die Vorbereitung auf das, was kommt, wenn sich die beiden ab Mitte September wieder beginnen, sich aufeinander zu zu bewegen, um im Januar dann gradgenau aufeinander zu prallen. Wobei die Konstellationen der großen Planeten schon ab 5 Grad Unterschied in voller Kraft wirken, was bereits Ende Oktober der Fall sein wird… Fröhliche Aussichten, nicht wahr? Eigentlich bin ich ja kein Schwarzseher, und auch in diesem Fall sollen diese stockfinsteren Aussichten nicht dein Gemüt verdunkeln. Denn das, was nach dieser kräftezehrenden Zeit übrig bleibt, wirst DU sein. Authentisch, rein, geläutert. Du wirst wissen, wer du bist und was du willst. Du wirst wissen, wo dein Platz ist in dieser Welt, was zu dir gehört und was nicht. Du wirst aufrecht und aufrichtig zu dir stehen, unerschütterlich und unzerbrechlich und doch weich und sanft und voller Liebe und Mitgefühl, weil du alle Tiefen, die es zu umschiffen gilt, gemeistert hast. Aus deiner eigenen Kraft heraus, ohne dass dir jemand sagen konnte, was du zu tun hast. Und bis dahin…schaukeln wir einfach zwischen den pendelnden Kräften hin und her, spüren die Intensivität dieser Zeit, fangen dadurch an, uns selbst wieder zu spüren und verlieren NIE die Gewissheit, dass irgendwann am Ende alles gut ist. Denn wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

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