Da tut sich was…

Ich gebe zu, ich nehme nicht wirklich am Mediengeschehen teil. Ich schaue kaum Fernsehen, lese keine Zeitung, höre seltenst Radio- und wenn läuft „1,2,3 Kinderlieder“. Dadurch ist es in meiner subjektiven Welt ziemlich friedlich, manch einer mag das naiv nennen, vielleicht sogar verantwortungslos, allerdings werde ich da widersprechen. Achte auf deine Gedanken, sie werden Worte, achte auf deine Worte, sie werden Taten…Ich nenne es eine Form der Gedankenhygiene. Aber wenn ich mal mit den öffentlichen Medien in Kontakt trete, beobachte ich das Geschehen gerne sehr genau. Und da ist mir in den letzten Wochen was aufgefallen. Da stehen Leute auf für ein Stück Wald. Um es vor der Rodung zu schützen. Durch ein Braunkohle-abbauendes Unternehmen. Mal davon abgesehen dass Braunkohle als Energieträger so langsam wirklich überholt sein sollte, wie würdest du dich fühlen, wenn dir die Haut bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt und abgezogen werden würde? Ich glaube so oder so ähnlich dürfte sich Mutter Erde bei dem Abbau des Rohstoffs fühlen. Da kämpfen Menschen für unsere Natur. Und das nicht nur ein, zwei Tage, sondern so wie ich das beobachte, zieht sich das schon etwas länger. Also ist da Durchhaltevermögen. Da ist ein Wille, das sind nicht nur gitarrespielende Love&Peace-Maker, das ist denen wirklich ernst. Wow, was passiert da? Wenn unsere träge Gesellschaft sich aufrafft, für die Natur einzustehen, ist das ein unglaublicher Schritt für uns alle.

Ein anderes Thema…da baut ein Politiker Bockmist, muss daraufhin seinen Posten räumen. Gut soweit. Ein paar Tage später wird in den Medien bekannt, er bekommt einen besseren Posten, deutlich mehr Gehalt…ich muss nicht darauf hinweisen, dass dieses Vorgehen meine Einstellung zur Politik unterstreicht? Aber was passiert da? Das Volk ist empört, die Verantwortlichen spüren deutlichen Gegenwind. Wir lassen uns nichts mehr vormachen, die Wahrheit kommt tatsächlich ans Tageslicht und auch hier wieder – die Gesellschaft erhebt sich, es sind nicht vereinzelte Stimmen, die man mal kurz unter den Teppich kehren kann. Wir stehen als geschlossene Masse für unsere Interessen ein. Und anscheinend sehen sich die sogenannten Volksvertreter gezwungen zu handeln. Soweit sind wir beim Hambacher Forst zwar leider noch nicht, aber…Was ich sagen will, ist: Wann gab es das zuletzt? Es beeindruckt mich, anscheinend haben wir einen Punkt überschritten, an dem wir uns unserer Stärke und unserer Kraft wieder bewusst werden. Die Ja-Sager-Mentalität ablegen und gemeinsam einstehen für Themen, die uns wichtig sind. Und damit zumindest gehört werden. Und plötzlich ist da der Wandel, den sich so viele von uns herbeisehnen. Geschaffen durch unsere eigenen Hände. Gut, natürlich, bis der Zug zum Stehen kommt, dauert es, bis er umkehrt sicherlich noch länger, aber die Notbremse ist zumindest schon mal gezogen worden.

Auch ein anderes Thema hat mich diese Woche beeindruckt, ein sehr persönliches. Ich habe schon vor längerer Zeit meine Liebe zu den Bienen entdeckt, es sind unglaubliche Wesen. Und auch zu den Produkten, die sie herstellen, ich bin zutiefst dankbar dafür, und es liegt mir am Herzen, dass diese wunderbaren und einzigartigen Insekten durch uns Imker nicht nur als Arbeiter angesehen werden, die Waren produzieren, sondern durch wesensgemäße Bienenhaltung an ihre wahre Bestimmung erinnert werden. Und den Respekt erhalten, der ihnen gebührt. Klingt jetzt vielleicht auch ein bißchen abgefahren, aber so seh ich das. Natürlich war ich mit mir selbst in leisem Zweifel, die Produkte eines großen Unternehmens zu verkaufen, mit Firmensitz in USA, die zwar die Wirksamkeit von Gelee royal erkannt haben und dieses verarbeiten, aber wie wird dort mit den Bienen umgegangen? Ich habe mal eine Dokumentation über die Arbeit von Bienen in den Californischen Mandelplantagen gesehen, ich sage euch, mir ist schlecht geworden dabei. Ist das am Ende vielleicht bei meinem Unternehmen auch so? Ein kleiner Infofilm, der bei der letzten Präsentation dieser Firma gezeigt wurde, hat mich vom Gegenteil überzeugt. Nicht wegen der schönen Worte, die benutzt wurden oder wegen der schönen Bilder, die er zeigte, sondern die einfache Tatsache, dass die Imker, die vor Ort mit den Bienen arbeiten, dies ohne Stechschutz tun. Also ohne die dicken Handschuhe, ohne die Gesichtsschleier, ohne extra Jacken aus besonderem Material. Sie arbeiteten im T-shirt, mit dünnen Nitrilhandschuhen. Was heißt das? Das heißt, dass die Bienen friedlich sind, es geht ihnen gut. Sie werden also genauso respekt- und liebevoll behandelt, wie ich es selbst tue, wenn ich mit ihnen arbeite. Die Produkte, die ihre kleinen Füßchen tagtäglich herstellen, werden von Hand geerntet, ohne, dass ein einziges Tier zu Schaden kommt. Und in einer Menge, die  vom Bienenvolk problemlos kompensiert werden kann. Wie gesagt, wäre das nicht so, wäre arbeiten ohne Stechschutz kaum möglich, schon kleinste Unstimmigkeiten im Volk haben auf das Stechvergnügen enormen Einfluss…Und als dann noch mein Apitherapie-Ausbilder Dr. Stefan Stangaciu in dem Film zu sehen war, hat mein Herz Frieden gefunden. Und ich bin wieder stolz darauf, die Produkte mit ihren einzigartigen Inhaltsstoffen im Sortiment zu  haben. Denn auch hier spiegelt sich ein kleines bißchen mein Weltbild wieder: Ich biete Wirkstoff-Kosmetik an, die die Haut, aufbaut, nährt, ihr gutes tut, ihr alles gibt, um von innen her zu strahlen. Effekt-Kosmetik dagegen ist wie unsere Politik: sie täuscht für kurze Zeit vor, was nicht ist. Und dass wir auf Augenwischerei hereinfallen, haben wir doch jetzt endlich überwunden, oder?

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